Mittwoch, 4. März 2009

Kleider - Made in China

Letzte Woche ging ich wieder einmal in die Stadt um neue Pullover einzukaufen. Als ich den Auftrag für den neuen Wochenimpuls gelesen habe, dachte ich gerade an meine neu gekauften Kleider. Ich schaute auf die Etikette meines neuen Pullovers und entdeckte dabei „Made in China“. Ein wenig geschockt schaute ich noch auf andere Etiketten und fand „Made in Kambotscha“, „Made in Asia“ usw. Doch was bedeutet das?
Man weiss, dass die Bedingungen, unter denen die schlecht bezahlten Arbeiter/innen in der dritten Welt zu leben haben, sind sehr schlecht, wenn nicht menschenverachtend. Um ein Beispiel zu nennen, muss die Baumwolle, die zur Herstellung von Pullover gebraucht wird, mit einem bestimmten Pflanzenschutzmittel gegen Ungeziefer behandelt werden. Die Arbeiter/innen haben jedoch bei dem Pflanzenschutzmitteleinsatz keine Schutzkleidung an, was zur Folge hat, dass die Arbeiter/innen Ausschläge bekommen oder unter Schweratmigkeit leiden.
Die Menschen produzieren also unter sehr schlechten Bedingungen die Kleider, welche in der Schweiz verkauft werden. Von China beispielsweise werden die Kleider mit dem Flugzeug in die verschiedenen Länder gebracht. Dort werden sie anschliessend je nach Marke auf die verschiedenen Grosskonzerne verteilt. Im Laden werden die Kleider von den Ladenmitarbeiter/innen aus den Kartons in die Regale gelegt. Die Kunden können die Kleider schlussendlich im Kleiderladen aus dem Regal nehmen und zur Kasse bringen, wo die Verkäufer/in das Kleidungsstück in einen Plastiksack verstaut. Der Kunde kann das Kleidungsstück nun zu einem erschwinglichen Preis erwerben.
Was mich bei diesem Thema zusätzlich traurig stimmt, ist die Tatsache, dass bei solchen Arbeiten oft auch Kinder beteiligt sind. Für Interessierte habe ich unter folgendem Link einen spannenden Bericht von terre des hommes gefunden.
http://fsgeschichte.spiritus.ch/files/verbraucherbroschuere.pdf

Abschliessend kann ich sagen, dass mir in Zukunft bei jedem Einkauf bewusst sein wird, welchen Weg die Kleidungsstücke zurückgelegt haben und wie viele Personen daran beteiligt waren.

3 Kommentare:

  1. Liebe Isabelle

    Durch deinen Post ist mir auch bewusst geworden, was es eigentlich bedeutet, einfach so in einen Laden mit einer riesigen Kleiderauswahl gehen und dort frisch fröhlich ein Kleid aus dem Regel nehmen und kaufen zu können. Ich denke sehr selten daran, dass dutzende von Personen dieses Kleidungsstück in der Hand hatten, bis es wirklich fixfertig im Regal liegen kann. Ich habe schon oft ein Kleidungsstück gekauft, obwohl ich es eigentlich gar nicht brauchte. Zu Hause lag es dann vielleicht ein paar Monate einfach im Schrank. In Zukunft werde ich mir besser überlegen, ob ich ein Kleidungsstück wirklich brauche und mir auch in Erinnerung rufen, wer alles an diesem mitgearbeitet hat.


    Liebe Grüsse
    Julia, LG 06Cd

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  2. Hallo Isabelle

    Als ich deinen Blog las, bin ich gleich ein bisschen erschrocken. Ich bin mir schon bewusst, dass viele Menschen in der dritten Welt sehr oft unter den extrem schlechten Arbeitsbedingungen leiden. Jedoch war es erschreckend zu lesen, dass die Arbeiter keine Schutzkleidung tragen und so krank werden können.
    Für uns ist der Kauf von Kleidern, wie auch viel anderes, einfach selbstverständlich. Deswegen werde auch ich in Zukunft meine Shoppingtrips ein wenig überlegter angehen.

    Grüsse
    Jessica, LG06Cd

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  3. hallo isabelle,

    habe mir gerade mit interesse deinen post durchgelesen. mir ist eigentlich schon lange bewusst,das gerade bei der kleiderproduktion, sehr viele schlimme dinge geschehen. auch die arbeitsbedingungen sind meist oft am untersten limit. es ist immer wieder gut,daran erinntert zu werden, denn wenn man so etwas erfährt, dann schaut man wieder darauf welche kleider man einkauft. aber irgendwie hält bei mir das bewusstsein meist nicht sehr lange an, immer wieder falle ich zurück in meine alte "schnäppchenjägerinnen" gewohnheit. ist tragisch, aber irgedwie unumgänglich in unserer gesellschaft.
    also, ich danke dir fürs erneute wachrütteln!
    tschüss,
    rafaela

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