Der Weg der Wolle
Zurzeit stricke ich gerade eine Mütze. Als ich den Auftrag für den nächsten Blog las, tauchte plötzlich die Frage auf „Was geschieht eigentlich alles bis die Wolle als Wollknäuel im Laden zu verkaufen ist?“
Dieser Frage bin ich nachgegangen indem ich mich im Internet über diesen Prozess informiert habe. In den nächsten Zeilen beschreibe ich wie ein Wollknäuel entsteht.
Die Wolle kann aus dem Haar verschiedener Tiere hergestellt werden z.B. Schaf, Lama, Alpaka, Vicuna, Angorakaninchen, Kaschmirziege, Mohair-/ Angoraziege und Kamel. Ich werde nun aber genauer auf die Wolle des Schafes eingehen.
Das Schaf wird zweimal im Jahr geschoren. Einmal im Frühling, damit es nicht schwitzt im Sommer und einmal im Winter, damit es im Stall nicht zu warm hat. Wenn das Schaf schwitzt, verschlechtert das die Wollqualität. Die Wolle wird an einem Stück geschoren und kann je nach Rasse 2 bis 5kg wiegen. Nur ein kleiner Teil, der in der Schweiz geschorenen Wolle wird direkt vom Schafhalter oder kleinen handwerklichen Betrieben verarbeitet. Die Inlandwollzentrale in Niederönz sammelt die Wolle, sortiert sie nach Feinheitsgrad und verpackt sie in 300kg Ballen. In der Wollzentrale wird die Wolle nicht verarbeitet. Die Wolle wird von Händlern übernommen, welche sie zum Waschen und Karden in grosse Betriebe nach Belgien und Deutschland schicken. In diesen Betrieben wird die Wolle gewaschen, kardiert (aufgelockert) und gefärbt. Nach dem Karden wird die Wolle mit einem Spinnrad versponnen. Die Wolle kann ganz verschieden versponnen werden - dünn, dick, mit Noppen etc. Am Schluss des Spinnens hat man dann einen Wollknäuel.
Australien der grösste Wollproduzent und liefert 70% des Weltbedarfs. Der grösste Wollimporteur Europas ist Italien.
Kurz gefasst: Das Schaf wird geschoren, die Wolle gelangt in die Wollzentrale, wird dort gewaschen, kardiert und gefärbt, wird in die Textilindustrie geliefert, wo sie versponnen wird und anschliessend an die Grossmärkte und Detailhandelgeschäfte verteilt wird.
Jessica Zisette
LG06Cd
Zurzeit stricke ich gerade eine Mütze. Als ich den Auftrag für den nächsten Blog las, tauchte plötzlich die Frage auf „Was geschieht eigentlich alles bis die Wolle als Wollknäuel im Laden zu verkaufen ist?“
Dieser Frage bin ich nachgegangen indem ich mich im Internet über diesen Prozess informiert habe. In den nächsten Zeilen beschreibe ich wie ein Wollknäuel entsteht.
Die Wolle kann aus dem Haar verschiedener Tiere hergestellt werden z.B. Schaf, Lama, Alpaka, Vicuna, Angorakaninchen, Kaschmirziege, Mohair-/ Angoraziege und Kamel. Ich werde nun aber genauer auf die Wolle des Schafes eingehen.
Das Schaf wird zweimal im Jahr geschoren. Einmal im Frühling, damit es nicht schwitzt im Sommer und einmal im Winter, damit es im Stall nicht zu warm hat. Wenn das Schaf schwitzt, verschlechtert das die Wollqualität. Die Wolle wird an einem Stück geschoren und kann je nach Rasse 2 bis 5kg wiegen. Nur ein kleiner Teil, der in der Schweiz geschorenen Wolle wird direkt vom Schafhalter oder kleinen handwerklichen Betrieben verarbeitet. Die Inlandwollzentrale in Niederönz sammelt die Wolle, sortiert sie nach Feinheitsgrad und verpackt sie in 300kg Ballen. In der Wollzentrale wird die Wolle nicht verarbeitet. Die Wolle wird von Händlern übernommen, welche sie zum Waschen und Karden in grosse Betriebe nach Belgien und Deutschland schicken. In diesen Betrieben wird die Wolle gewaschen, kardiert (aufgelockert) und gefärbt. Nach dem Karden wird die Wolle mit einem Spinnrad versponnen. Die Wolle kann ganz verschieden versponnen werden - dünn, dick, mit Noppen etc. Am Schluss des Spinnens hat man dann einen Wollknäuel.
Australien der grösste Wollproduzent und liefert 70% des Weltbedarfs. Der grösste Wollimporteur Europas ist Italien.
Kurz gefasst: Das Schaf wird geschoren, die Wolle gelangt in die Wollzentrale, wird dort gewaschen, kardiert und gefärbt, wird in die Textilindustrie geliefert, wo sie versponnen wird und anschliessend an die Grossmärkte und Detailhandelgeschäfte verteilt wird.
Jessica Zisette
LG06Cd
Hey Jessica,
AntwortenLöschenNicht schlecht, wie du dich informiert hast! Findest du aber nicht auch ein wenig schockierend, welchen Weg die Wolle zurück legt, bis du dir deine Mütze stricken kannst? Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine fertige Mütze keinen Teil der Welt sieht, den die Wolle schon gesehen hat. Haben wir hier den keine Schafe? Könnten wir nicht selber Wolle produzieren? Wahrscheinlich sind es zu wenige. Die Nachfrage nach Wolle ist grösser, als wir Schafe haben. Dementsprechend bedienen wir uns der Wolle aus anderen Ländern. Transport und Kosten spielen dabei keine Rolle...
Grüessli Katja