Mittwoch, 11. März 2009

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Ich habe den Post-it Zettel „achtsam wahrnehmen, achtsam leben“ an meine Zimmerwand geklebt. Dieser erinnerte mich während den Tagen immer wieder daran, bewusst Dinge wahrzunehmen, denen ich unbewusst keine Beachtung mehr schenke.
Ein erstes Beispiel dazu: Am Dienstagmorgen ging ich mit meinem Pferd ausreiten. Im Wald war niemand unterwegs, da es noch ziemlich früh am Morgen war. Ich achtete ganz bewusst auf die Schritte meines Pferdes, die einen ganz besonderen Klang im Schnee erzeugten. Ebenso nahm ich den gleichmässigen Atem des Pferdes wahr. Nach einigen Minuten vernahm ich Vogelpfeifen und entferntes Bellen. Da der Waldboden mit Schnee bedeckt war, bot sich ein Galopp an. Ich gab meinem Pferd die entsprechenden Hilfen und galoppierte eine Weile. Ich nahm den schnelleren Atem erneut war und merkte wie mein Pferd, je länger ich galoppierte, immer aufgeregter wurde. Es hatte sichtlich Spass! Es war herrlich…All die Dinge, welche mich zurzeit beschäftigen, für einen kurzen Moment zu vergessen. Ausserdem versuchte ich, die Vogelhäuschen im Wald zu zählen. An diesem Tag zählte ich 35! Bei meinem nächsten Ausritt werde ich nochmals ganz bewusst auf die Vogelhäuschen achten; vielleicht entdecke ich ja noch mehr…
Was ich abends im Bett jeweils bewusst wahrnahm, war die Stille um mich herum. Ich hörte keine Autos, keine Stimmen, kein Lärm. Dies lernte ich jedoch schon früh zu schätzen, da ich weiss, dass dies nicht selbstverständlich ist. Gerade in hektischen Zeiten ist Stille etwas sehr wertvolles.

Diese Aufgabe hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auch kleine Dinge wahrzunehmen, die mir im Alltag gar nicht mehr aufgefallen sind. Die Dinge, welche ich als selbstverständlich erachtete, habe ich in dieser Woche neu zu schätzen gelernt.


Isabelle Geel, LG 06Cd

3 Kommentare:

  1. Liebe Isabelle

    Ich habe deinen Text mit sehr viel Interesse gelesen. Da ich nicht reite, es aber als Kind früher oft gerne getan hätte, war es für mich sehr spannend, deine Beschreibungen vom Ausritt zu lesen. Reiten ist sicherlich eine super Gelegenheit, um einmal vom hektischen Alltag Abstand zu nehmen. Vor allem, wenn du im Wald reitest, kannst du die schöne Natur, welche es leider nicht mehr an vielen Orten zu sehen gibt, geniessen. Ich bin froh und du sicherlich auch, dass ich in einer Stadt wohne, jedoch in fünf Minuten im Wald sein kann. So kann ich auch ganz schnell in der Natur sein, wenn ich mich einmal an der frischen Luft erholen will.
    Hoffentlich bleiben diese schönen Geschenke der Natur noch lange erhalten.

    Liebe Grüsse

    Julia, LG 06Cd

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  2. Liebe Isabelle

    Ich fand deinen Bericht sehr spannend. Ich konnte mir dich gleich bildlich auf dem Pferd vorstellen..=) Ich fand es sehr schön, dass du auf die vogelhäuschen geachtet hast, unglaublich dass du 35vogelhäuschen gezählt hast. Da merkt man mal, dass wir unsere Umwelt viel zu wenig wahr nehmen. Ich denke, dass du mit dem Reiten einen guten Ausgleich zum Alltag hast und dabei die Natur richtig wahrnehmen kannst.
    Ich wünsche dir noch viele schöne Momente mit deinem Pferd..
    liäbä gruäss
    Jessica Zisette
    LG06Cd

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  3. Liebe Isabelle

    Mir ging es ähnlich wie Julia. Ich reite nicht, jedoch hatte ich vor allem als Kind oft den Wunsch, zu reiten und ein eigenes Pferd zu besitzen.
    Die Methode, mit der du dem stressigen Alltag entfliehst, sieht bei mir ein bisschen gleich aus. Ich gehe jedoch nicht reiten, ich jogge. Dabei nehme ich auch bewusst meine Umgebung wahr; sei dies die immer grüner werdende Wiese, den Gübsensee oder die alten Bauernhäuse an der Strasse.
    Schlussendlich ist egal, wie man dem hektischen Alltag entflieht. Wichtig ist, dass jede und jeder eine Methode findet, die passt.

    Liebe Grüsse
    Patricia, LG06Cd

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