Donnerstag, 26. Februar 2009

Verwirrender Klima-Cocktail

Der Artikel ist ein Interview zwischen einem Reporter und einem Professor für Geografie und Klimatologie. Der Reporter meint es sei ein Widerspruch, dass wir von Erderwärmung reden und uns seit Wochen fast die Füsse abfrieren. Der Professor sagt dazu, dass man aufgrund eines einzelnen Winters keine solchen Rückschlüsse ziehen kann, sondern es langfristiger Beobachtungen bedarf.
Man sollte sich dabei auch auf den Kontinent konzentrieren. In Südwest und Zentraleuropa ist es sehr kalt, hingegen in Nordosteuropa ist es ausgesprochen warm. Es ist ein ganzer Klimacocktail. Auf die Frage, was vom Mensch verursacht wurde, hat der Professor eine ausführliche Antwort: der Treibhauseffekt, die Luftverschmutzung, die Veränderung der Erdoberfläche durch Verstädterung, Wüsten oder Abholzung der Regenwälder. Dominant sei aber ganz klar der Treibhauseffekt. Er führt zum Rückfluss von Feuchtigkeit, dies führt wiederum zur Austrocknung und Wassermangel. Dies könnte in diesem Jahrhundert ein grösseres Problem als die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt werden. (NZZ am Sonntag 22.Februar 2009 – Hintergrund S.25)

Wohnhaus mit Energieüberschuss
Bennau ist ein kleines Dorf das zum Bezirk Einsiedeln gehört. Da entsteht gerade das erste Mehrfamilienhaus der Schweiz, das mehr Energie produziert, als es eigentlich benötigt. Die Idee dahinter; der Überschuss an Energie soll in Warmwasser und Strom einfliessen. Dieses warme Wasser wird an Nachbargebäude abgegeben und der Ökostrom fliesst ins Netz der Gemeinde ein. Das Ziel dieses Projekts ist eine Heizölersparnis von 12'000 Liter pro Jahr zu erreichen.
Für die Umsetzung dieses Projekts war ein besonderes Bau- und Energiekonzept mit der entsprechenden Gebäudetechnik nötig. Auf dem Giebeldach wurde eine 220Quadratmeter Photovoltaik-Anlage aufgebaut. Mit Hilfe eines neuartigen Bonus-Malus-Systems können die Mieter ihren Energieverbrauch selber steuern und somit die Höhe des Mietzins selber beeinflussen. Die Miete ist dadurch nicht mehr an die Teuerung und die explodierenden Energiekosten gebunden. Sie beträgt zwischen 2'400 und 2'700 Franken inklusive Nebenkosten. (St. Galler Tagblatt 23.Februar 2009 – Leben )


Jessica Zisette
LG06C(d)

3 Kommentare:

  1. Liebe Jessica

    Der Treibhauseffekt, die Luftverschmutzung, die Veränderung der Erdoberfläche durch Verstädterung, Wüsten oder Abholzung der Regenwälder - wenn ich alle diese Wörter lese, kann ich es mir fast nicht vorstellen, dass sich irgendwann eine Besserung einstellen wird. Ich habe oft das Gefühl, dass es schon zu spät ist. Darum sollten doch alle Kantone damit beginnen, diese Minergie-Häuser von deinem zweiten Artikel zu bauen. Auch ich habe diesen ausgewählt, weil er mir direkt ins Auge gestochen ist. Ich hoffe, dass dies die Häuser der Zukunft sind.

    Liebe Grüsse

    Julia

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  2. Mir ist genau der gleiche Artikel ins Auge gestochen und ich habe mich richtig gewundert, was nun die neue Technologie alles mit sich bringt, umwelttechnisch gesehen. Ständig stechen neue Gebäude aus den Erdlöchern, ob die auch alle so umweltfreundlich gebaut werden? Ich finde Minergie-Häuser einfach super und ich erhoffe mir sehr, dass unsere Zukunft im Bereich Wohnen mit diesen Technologien unterstützt wird.

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  3. Auch ich habe diesen Artikel gelesen, mich jedoch für einen anderen entschieden. Ich war sehr erstaunt, was ein solches Minergie-Haus bietet; Heizölersparnis von 12'000 Litern pro Jahr und ein Gebäude, das sich komplett selbst mit Energie versorgt. Ich habe gelesen, dass die um 15 Prozent höheren Baukosten als Nachteil angesehen werden können. Ich denke jedoch, dass mit diesem Haus im Laufe der Jahre so viel Energie eingespart werden kann, dass die Kosten nicht mehr als Nachteil angesehen werden. Bleibt für die Zukunft nur zu hoffen, dass viele solche Minergie-Häuser gebaut werden.

    Liebe Grüsse
    Isabelle Geel, LG 06Cd

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